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Die Zauberflöte - Singspiel in two acts K620 (1987 Digital Remaster), Act I:Zum Ziele führt dich diese Bahn (Knaben, Tamino, Sprecher, Chor) - Wolfgang Sawallisch/Bayerisches Staatsorchester.lrc

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[00:00.000] 作曲 : Wolfgang Amadeus Mozart
[00:27.588]DIE DREI KNABEN
[00:27.652]Zum Ziele führt dich diese Bahn,
[00:33.671]doch mußt du Jüngling männlich siegen,
[00:39.446]drum höre uns’re Lehre an:
[00:45.217]Sei standhaft, duldsam, und verschwiegen! –
[00:53.226]TAMINO
[00:53.250]Ihr holden Knaben sagt mir an,
[00:58.318]ob ich Pamina retten kann? –
[01:03.789]DIE KNABEN
[01:04.033]Dies kund zu tun steht uns nicht an;
[01:09.094]sei standhaft, duldsam und verschwiegen!
[01:16.879]Bedenke dies, kurz: sei ein Mann. –
[01:23.908]Dann Jüngling wirst du männlich siegen.
[01:37.215](gehen ab)
[01:47.290]TAMINO
[01:48.292]Die Weisheitslehre dieser Knaben
[01:52.056]sei ewig mir ins Herz gegraben.
[01:56.823]Wo bin ich nun? – Was wird mit mir?
[02:01.111]Ist dies der Sitz der Götter hier? –
[02:06.410]Es zeigen die Pforten – es zeigen die Säulen,
[02:11.010]daß Klugheit, und Arbeit, und Künste hier weilen.
[02:18.243]Wo Tätigkeit thronet und Müßiggang weicht,
[02:25.269]erhält seine Herrschaft das Laster nicht leicht.
[02:30.797]Ich wage mich mutig zur Pforte hinein.
[02:36.383]Die Absicht ist edel, und lauter, und rein.
[02:45.670]Erzitt’re feiger Bösewicht!
[02:48.954]Paminen retten ist mir Pflicht!
[03:04.762](geht an die Pforte rechts, macht sie auf, und als er hinein will, hört man von fern eine Stimme)
[03:08.515]ERSTE STIMME (von innen)
[03:08.765]Zurück!
[03:11.037]TAMINO
[03:11.070]Zurück? zurück?
[03:15.355]– so wag ich hier mein Glück!
[03:18.705](geht an die Pforte links)
[03:22.961]ZWEITE STIMME (von innen)
[03:23.211]Zurück!
[03:25.227]TAMINO
[03:25.235]Auch hier ruft man „zurück“?
[03:27.742](sieht sich um)
[03:27.992]Da seh’ ich noch eine Tür.
[03:30.000]Vielleicht find’ ich den Eingang hier!
[03:35.513](Er klopft, ein alter Priester erscheint.)
[03:46.548]SPRECHER
[03:46.860]Wo willst du kühner Fremdling hin?
[03:52.660]Was suchst du hier im Heiligtum? –
[03:57.421]TAMINO
[03:57.671]Der Lieb’ und Tugend Eigentum.
[04:05.451]SPRECHER
[04:05.738]Die Worte sind von hohem Sinn –
[04:11.231]allein, wie willst du diese finden?
[04:17.511]Dich leitet Lieb’ und Tugend nicht,
[04:23.033]weil Tod und Rache dich entzünden.
[04:29.078]TAMINO
[04:29.328]Nur Rache für den Bösewicht.
[04:31.880]SPRECHER
[04:32.085]Den wirst du wohl bei uns nicht finden.
[04:37.219]TAMINO
[04:37.356]Sarastro herrscht in diesen Gründen?
[04:40.114]SPRECHER
[04:40.160]Ja, ja, Sarastro herrschet hier.
[04:45.959]TAMINO
[04:45.964]Doch in der Weisheit Tempel nicht? –
[04:48.720]SPRECHER
[04:48.745]Er herrscht im Weisheitstempel hier! –
[04:54.023]TAMINO
[04:54.273]So ist denn alles Heuchelei! –
[04:59.824](Er will gehen.)
[05:01.595]SPRECHER
[05:01.600]Willst du schon wieder geh’n?
[05:05.615]TAMINO
[05:05.868]Ja ich will gehen, froh, und frei –
[05:10.384]nie euren Tempel sehn! –
[05:15.905]SPRECHER
[05:15.906]Erklär dich näher mir,
[05:18.661]dich täuschet ein Betrug! –
[05:21.427]TAMINO
[05:21.430]Sarastro wohnet hier,
[05:23.682]das ist mir schon genug! –
[05:26.439]SPRECHER
[05:26.692]Wenn du dein Leben liebst, so rede, bleibe da! –
[05:32.732]Sarastro hassest du?
[05:36.496]TAMINO
[05:36.746]Ich haß’ ihn ewig, ja! –
[05:38.996]SPRECHER
[05:39.298]So gib mir deine Gründe an! –
[05:44.183]TAMINO
[05:44.319]Er ist ein Unmensch, ein Tyrann! –
[05:48.080]SPRECHER
[05:48.119]Ist das, was du gesagt, erwiesen?
[05:54.638]TAMINO
[05:54.640]Durch ein unglücklich Weib bewiesen,
[05:59.925]das Gram und Jammer niederdrückt!
[06:05.881]SPRECHER
[06:05.947]Ein Weib hat also dich berückt? –
[06:09.458]Ein Weib tut wenig, plaudert viel,
[06:14.730]du Jüngling glaubst dem Zungenspiel? –
[06:19.562]O legte doch Sarastro dir
[06:25.652]die Absicht seiner Handlung für. –
[06:30.170]TAMINO
[06:30.245]Die Absicht ist nur allzu klar!
[06:33.080]Riß nicht der Räuber ohn’ Erbarmen
[06:35.840]Pamina aus der Mutter Armen? –
[06:39.103]SPRECHER
[06:39.354]Ja Jüngling, was du sagst, ist wahr! –
[06:44.537]TAMINO
[06:44.623]Wo ist sie, die er uns geraubt?
[06:49.228]Man opferte vielleicht sie schon? –
[06:57.797]SPRECHER
[06:57.865]Dir dies zu sagen, teurer Sohn,
[07:02.859]ist jetz und mir noch nicht erlaubt. –
[07:07.419]TAMINO
[07:07.669]Erklär dies Rätsel, täusch mich nicht!
[07:11.179]SPRECHER
[07:11.429]Die Zunge bindet Eid und Pflicht!
[07:18.711]TAMINO
[07:18.712]Wann also wird das Dunkel schwinden? –
[07:27.492]SPRECHER
[07:27.569]Sobald dich führt der Freundschaft Hand
[07:35.228]ins Heiligtum zum ew’gen Band.
[07:46.530](geht ab)
[07:56.298]TAMINO
[07:58.580]O ew’ge Nacht! Wann wirst du schwinden?
[08:09.116]Wann wird das Licht mein Auge finden? –
[08:19.148]PRIESTER (von innen)
[08:19.500]Bald, Jüngling, oder nie!
[08:35.869]TAMINO
[08:35.896]Bald, sagt ihr, oder nie? –
[08:40.135]Ihr Unsichtbaren saget mir:
[08:43.648]lebt denn Pamina noch? –
[08:50.669]PRIESTER
[08:50.688]Pamina lebet noch!
[09:07.505]TAMINO
[09:07.755]Sie lebt, sie lebt!
[09:10.262]Ich danke euch dafür.
[09:12.560](nimmt seine Flöte heraus)
[09:12.810]O wenn ich doch im Stande wäre,
[09:16.376]Allmächtige, zu eurer Ehre,
[09:18.929]mit jedem Tone meinen Dank
[09:23.515]zu schildern, wie er hier,
[09:27.780](aufs Herz deutend)
[09:28.531]hier entsprang.
文本歌词
作曲 : Wolfgang Amadeus Mozart
DIE DREI KNABEN
Zum Ziele führt dich diese Bahn,
doch mußt du Jüngling männlich siegen,
drum höre uns’re Lehre an:
Sei standhaft, duldsam, und verschwiegen! –
TAMINO
Ihr holden Knaben sagt mir an,
ob ich Pamina retten kann? –
DIE KNABEN
Dies kund zu tun steht uns nicht an;
sei standhaft, duldsam und verschwiegen!
Bedenke dies, kurz: sei ein Mann. –
Dann Jüngling wirst du männlich siegen.
(gehen ab)
TAMINO
Die Weisheitslehre dieser Knaben
sei ewig mir ins Herz gegraben.
Wo bin ich nun? – Was wird mit mir?
Ist dies der Sitz der Götter hier? –
Es zeigen die Pforten – es zeigen die Säulen,
daß Klugheit, und Arbeit, und Künste hier weilen.
Wo Tätigkeit thronet und Müßiggang weicht,
erhält seine Herrschaft das Laster nicht leicht.
Ich wage mich mutig zur Pforte hinein.
Die Absicht ist edel, und lauter, und rein.
Erzitt’re feiger Bösewicht!
Paminen retten ist mir Pflicht!
(geht an die Pforte rechts, macht sie auf, und als er hinein will, hört man von fern eine Stimme)
ERSTE STIMME (von innen)
Zurück!
TAMINO
Zurück? zurück?
– so wag ich hier mein Glück!
(geht an die Pforte links)
ZWEITE STIMME (von innen)
Zurück!
TAMINO
Auch hier ruft man „zurück“?
(sieht sich um)
Da seh’ ich noch eine Tür.
Vielleicht find’ ich den Eingang hier!
(Er klopft, ein alter Priester erscheint.)
SPRECHER
Wo willst du kühner Fremdling hin?
Was suchst du hier im Heiligtum? –
TAMINO
Der Lieb’ und Tugend Eigentum.
SPRECHER
Die Worte sind von hohem Sinn –
allein, wie willst du diese finden?
Dich leitet Lieb’ und Tugend nicht,
weil Tod und Rache dich entzünden.
TAMINO
Nur Rache für den Bösewicht.
SPRECHER
Den wirst du wohl bei uns nicht finden.
TAMINO
Sarastro herrscht in diesen Gründen?
SPRECHER
Ja, ja, Sarastro herrschet hier.
TAMINO
Doch in der Weisheit Tempel nicht? –
SPRECHER
Er herrscht im Weisheitstempel hier! –
TAMINO
So ist denn alles Heuchelei! –
(Er will gehen.)
SPRECHER
Willst du schon wieder geh’n?
TAMINO
Ja ich will gehen, froh, und frei –
nie euren Tempel sehn! –
SPRECHER
Erklär dich näher mir,
dich täuschet ein Betrug! –
TAMINO
Sarastro wohnet hier,
das ist mir schon genug! –
SPRECHER
Wenn du dein Leben liebst, so rede, bleibe da! –
Sarastro hassest du?
TAMINO
Ich haß’ ihn ewig, ja! –
SPRECHER
So gib mir deine Gründe an! –
TAMINO
Er ist ein Unmensch, ein Tyrann! –
SPRECHER
Ist das, was du gesagt, erwiesen?
TAMINO
Durch ein unglücklich Weib bewiesen,
das Gram und Jammer niederdrückt!
SPRECHER
Ein Weib hat also dich berückt? –
Ein Weib tut wenig, plaudert viel,
du Jüngling glaubst dem Zungenspiel? –
O legte doch Sarastro dir
die Absicht seiner Handlung für. –
TAMINO
Die Absicht ist nur allzu klar!
Riß nicht der Räuber ohn’ Erbarmen
Pamina aus der Mutter Armen? –
SPRECHER
Ja Jüngling, was du sagst, ist wahr! –
TAMINO
Wo ist sie, die er uns geraubt?
Man opferte vielleicht sie schon? –
SPRECHER
Dir dies zu sagen, teurer Sohn,
ist jetz und mir noch nicht erlaubt. –
TAMINO
Erklär dies Rätsel, täusch mich nicht!
SPRECHER
Die Zunge bindet Eid und Pflicht!
TAMINO
Wann also wird das Dunkel schwinden? –
SPRECHER
Sobald dich führt der Freundschaft Hand
ins Heiligtum zum ew’gen Band.
(geht ab)
TAMINO
O ew’ge Nacht! Wann wirst du schwinden?
Wann wird das Licht mein Auge finden? –
PRIESTER (von innen)
Bald, Jüngling, oder nie!
TAMINO
Bald, sagt ihr, oder nie? –
Ihr Unsichtbaren saget mir:
lebt denn Pamina noch? –
PRIESTER
Pamina lebet noch!
TAMINO
Sie lebt, sie lebt!
Ich danke euch dafür.
(nimmt seine Flöte heraus)
O wenn ich doch im Stande wäre,
Allmächtige, zu eurer Ehre,
mit jedem Tone meinen Dank
zu schildern, wie er hier,
(aufs Herz deutend)
hier entsprang.

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